Nachdem der Aufbau eines solchen Gerätes ja doch etwas Zeit in Anspruch nimmt, habe
ich diese Seite als "Tagebuch" aufgebaut. Am 26.09.2007 ist er nun endlich angekommen: Der Transverterbausatz für 1,3GHz nach DB6NT mit 144MHz ZF. Schon das Auspacken macht
richtig Freude, doch das ist man von Michael´s Bausätzen ja schon gewohnt.Für alle
Interessierten gibt´s hier die Baubeschreibung. Es sei auch auf die Homepage
von Michael hingewiesen: http://www.db6nt.de
Das bekommt man also für rund 260,- Euro so alles zugeschickt:
Schon der erste Eindruck ist recht ansprechend... Spannung!
Was man halt so alles braucht: Alle Kleinteile (inklusive Schrauben) finden sich fein säuberlich in Sortimentskästen. Vom Kühlkörper für die Endstufe bis hin zum Weißblechgehäuse mit beschrifteten Aufklebern, Schaumstoff für den Boden bis zur natürlich sauber abgehefteten Aufbauanleitung findet sich alles, was das Herz begehrt und was man so zum Aufbau des Projekts braucht.
Hier nochmal alles in der "so könnt´s auf dem Gabentisch liegen"-Ansicht.
Die Sortimentskästen sind natürlich sauber beschriftet...
...und können -nachdem ein leerer Vordruck mitgeliefert wird- später aus der eigenen Bastelkiste neu bestückt und beschriftet werden.
Nach dem Studuim der Unterlagen geht´s zum nächsten Bauabschnitt.
Heute ist der 28.09. und der erste wichtige Schritt zum neuen Projekt ist schon
getan: Die SMA-Buchsen sind montiert und auch die Löcher für die
Durchführungskondensatoren sind gebohrt. Das ist nicht immer so einfach, das
Ergebnis sieht aber doch ganz brauchbar aus- oder?
03.10.: Platine eingepasst und verlötet, DuKos sind ebenso eingebaut...
Am 22.10. war´s nun endlich soweit. Alle großen Teile sind verlötet, der LO funktioniert und erzeugt ein Signal auf 1152MHz ...
27.10.: Alle restlichen SMDs verlötet, Platine gesäubert, im Ofen getrocknet. Jetzt folgt quasi nur noch der Einbau des Endstufenmoduls. Peter (DB8MM) hat mir schon angeboten, den Transverter mal an seinen Anlysator anzuschließen, damit ich auch weiß, wie sich die Eckdaten verhalten. Danach ist das Transvertermodul endgültig fertig. Um damit funken zu können, muss noch ein externes Koaxialrelais angeschafft werden.
28.10.: Böses Erwachen: Der Transverter funktioniert nicht mehr- der LO hat eine Macke... Nach kurzen Tests war klar, dass der Oszilator nicht mehr schwingt. Zunächst war der vermeintliche Fehler schnell gefunden. Die Neosid 5061-Spule ließ sich nicht mehr abstimmen, weil der Kern gebrochen war. Es blieb nur über, den Spulenkörper komplett auszutauschen, da ich nicht an den abgebrochenen Kern herankam.
Vorsichtshalber habe ich neben dem Kern auch gleich noch die maßgeblichen Transistoren mitbestellt.
18.01.: Die bestellten Teile sind endlich eingetroffen, aber der Oszilator will nicht... Kriegsrat mit Peter, DB8MM...
Peter bot mir an, doch bei ihm mal die Messtechnik zu nutzen. Egal was wir gemacht haben- das Teil wollte nicht schwingen und die Vervielfacherstufen haben auch nicht funktioniert. Zum Schluss war es Michael, DH0GMI, der einen 10nF-SMD-Kondensator als den Schuldigen ermittelte. Ein fieser Fehler (die Kontaktfläche war abgeplatzt)! Kurz und gut: Der Delinquent wurde "hingerichtet" und durch adäquaten Nachschub ersetzt- damit war der Spuk zu Ende!
10.02.2008: Resümee
Den Transverter habe ich mittlerweile wieder hier- Dank Peter und Michael läuft das Gerät jetzt einwandfrei. Ich habe bereits die ersten Empfangsversuche unternommen- meinen Nachsetzer muss ich noch entsprechend umbauen, damit die PTT-Steuerung funktioniert.
Der Tip mit dem Backofen laut Baubeschreibung ist mehr als heikel. Wer den Transverter nachbaut wird prinzipiell Erfolg haben, soll sich aber vor dem Backofen hüten (In meinem Fal habe ich die Temperatur im Ofen durch entsprechende Messgeräte überprüft- sie wurde zu keinem Zeitpunkt größer als 80°C!). Auf einem Heizkörper funktioniert die Trocknung und Alterung auch- ist aber nicht so riskant...
Am 23.07.2008 nun endlich fertig im Gehäuse eingebaut sollte das Gerät gleich mal im Freien getestet werden. Die Bilder sprechen für sich...